
Trauer hat viele Gestalten.
Manchmal sind es Menschen.
Manchmal Erinnerungen.
Manchmal Zukunftsbilder.
Ich trauere um Worte.
Um ihre Nähe.
Ihre Zwischenräume.
Sie waren Spielwiese
und Schutz zugleich.
Ich legte mich in Sätze
wie in eine warme Decke.
Wie in einen Ort,
der mich kannte.
Und dann… blieben sie aus.
Kein Abschied.
Kein Bruch.
Nur Stille
an Stellen,
an denen einmal Antwort war.
Und mit jeder fehlenden Silbe
schlich sich ein Zweifel ein:
Ob es sie je gegeben hat.
Ob ich mir diesen Raum
nur gedacht habe.
Das schmerzt.
Denn was schwindet,
ist nicht nur Nähe.
Es ist etwas,
das keinen Namen braucht.
Woran merke ich, dass etwas einmal echt war, auch wenn es jetzt still ist?
