Glimmer

Glimmer, so heißt es, seien das Gegenteil von Triggern.

Keine großen Glücksversprechen. Keine dramatischen Wendepunkte.

Sie seien vielmehr kleine, sehr individuelle Momente, die etwas in uns weit machen. Unser Herz. Unseren Atem. Unseren Blick.

Vor etwa zwei Jahren habe ich angefangen, meine Glimmer zu sammeln. Fast spielerisch oder wie eine Art Gegenbewegung zu all den Triggerwarnungen in dieser Welt. Mehr Glimmerversprechen habe ich mir gewünscht, nicht zuletzt auch von mir selbst.

Nichts davon ist laut und spektakulär. Und genau darin liegt die Kraft.

Falls du neugierig bist – hier ein kleiner, feiner Auszug meiner Glimmer:

Heute denke ich, dass Glimmer nicht einfach nur schöne Momente sind.

Sie sind Hinweise darauf, was uns reguliert. Was uns zurückholt, wenn wir zu weit draußen sind. Was uns daran erinnert, dass das Leben selbst nicht immer erklärt werden muss, damit wir es fühlen.

In Zeiten, in denen vieles laut ist, fordernd, beschleunigt, wirken Glimmer fast schon ein bisschen unscheinbar. Man übersieht sie leicht oder hält sie für nebensächlich. Dabei sind sie genau das Gegenteil. Sie sind wie kleine Marker im Alltag:

Hier bist du richtig.

Hier darfst du kurz bleiben.

Hier wird nichts von dir verlangt.

Ich könnte mir vorstellen, dass gerade das auch der Grund ist, warum sie gerade jetzt für mich wieder wichtiger werden. In einem angebrochenen Jahr, das sich bereits jetzt weniger nach Antworten anfühlt und mehr nach offenen Fragen, geben Glimmer keine Richtung vor, aber – und das finde ich viel bedeutender – sie halten den Raum warm, in dem Fragen überhaupt erst entstehen dürfen.

Und vielleicht oder ganz bestimmt sogar sind sie genau deshalb so wertvoll.


Und jetzt zu dir: Welche kleinen Momente bringen dein Inneres zum Leuchten – und wann hast du sie zuletzt bewusst wahrgenommen?

1 Gedanke zu „Glimmer“

  1. Wieder lese ich in Deinem schönen Blog, der viele Anregungen gibt. Meine Glimmermomente? Ich weiß nicht, aber –
    gerade heute habe ich mir wieder bewusst vorgenommen, vor dem ZuBettGehen wenigstens drei Dinge zu finden, für die ich heute Dankbarkeit empfinde.
    Eine Frage zu den Fotos: vermutlich sind alle mit dem Smartphone entstanden? Da sieht man mal, wie leistungsfähig die Kameras inzwischen sind…

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