
Glück, so habe ich festgestellt,
kommt manchmal nicht als Ereignis.
Es kommt als etwas Unscheinbares daher.
Es setzt sich still neben einen,
wie jemand, der gar nichts will.
Ein Blick, der länger dauert als geplant.
Oder ein Satz, der belanglos war und später noch einmal auftaucht.
Oder ein Moment, der nicht gefeiert wurde, weil man gerade mit etwas anderem beschäftigt war.
Im Augenblick selbst fühlt es sich klein an.
Fast zu klein, um ihm einen Namen zu geben.
Ein Achtel vielleicht.
Erst später, viel später,
merkt man, dass sich etwas verschoben hat.
Dass dieser eine Augenblick
sich ausgedehnt hat.
Unauffällig.
Beharrlich.
Könnte es nicht sein, dass Glück rückwärts wächst?
Vielleicht braucht es Abstand,
um groß zu werden.
Oder Stille.
Oder beides.
Manche Dinge sind im Moment unscheinbar
und im Erinnern umso weiter.
Wie ein Ton,
den man erst hört,
wenn alles andere leise geworden ist.
Und eigentlich reicht das auch.
Dieses eine Achtel.
