30/52: Langsam gehen

Ein Schritt nach dem anderen,

durch den Wald am Ufer

des Stechlin entlang,

hin zu der kleinen Bank.

Ankommen, nichts tun, sein …

Zwei große Seerosenblätter tanzen in

den sanften Uferwellen.


Wie oft erlauben wir uns eine

Auszeit,

einen Augenblick einfachen, stillen

Seins?

Gehen langsam und ohne Ziel,

spüren uns, ohne in Gedanken

verstrickt zu sein,

sitzen, ohne schon einen Plan für das

Aufstehen zu haben?


Wie oft rennen wir durch unser

Leben,

verausgaben unsere Kräfte,

jagen scheinbar wichtigen Zielen

hinterher,

ohne je woanders anzukommen, als

dort, wo wir

schon immer sind – in der

Gegenwart.


Das Herz verlangt es nach nichts

anderem als dem

Wunder einfacher Gegenwart und

darin findet es

alles, was es für ein gelungenes

Leben braucht.


Aus: „Das einfache Leben“ von Ralf Hanke & Leo Tiede.

Diese Zeilen haben mich auf meinem Schweigeretreat letzte Woche sehr berührt und mich wieder einmal vor die Frage gestellt: Was braucht es für ein erfülltes Leben? Über meine Erfahrungen, Gedanken, Erkenntnisse berichte ich gerne – wenn sich alles sortiert hat – in einem nächsten Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen