26/52: Lebensupdate – meine vergangenen Wochen in Gefühlen

Ich bin im Verzug. 52 Gedanken in 2025 sollten es werden. Und zugegebenermaßen hatte dieses „Projekt“ in den letzten Wochen nicht die oberste Priorität. Meine liebe Freundin Anna hatte kürzlich so treffende Worte gefunden, dass ich sie direkt recyceln will: In den letzten Wochen lagen einige Bälle in der Luft, die jongliert werden wollten. Einige waren aus Glas (Prio und sehr wichtig, zum Beispiel Zeit mit den Liebsten und Erholung), andere wiederum aus Plastik (nicht ganz so wichtig). Zu den Bällen aus Plastik zählte der Blog für mich. Es macht Spaß, ich tobe mich hier gerne aus. Aber ich will mir auch gerne die Zeit dafür nehmen und es nicht als Pflicht und weiteres To-Do auf meiner Liste sehen. Dennoch ist einiges passiert und das kleine Lebensupdate in der Special Edition „Meine vergangenen Wochen in Gefühlen“ soll einen Einblick geben 🙂

Es waren Wochen voller Gegensätze. Irgendwas zwischen Alltag und Aufbruch. Zwischen Routinen, die Halt geben, und diesem inneren – ich würde es als eine Art Ziehen bezeichnen – das leise sagt: „Da wartet noch mehr.“

Freiheit

Da war dieses Staunen bei der Watzmannumrundung, als die Luft dünner wurde und die Wege steiler. Einige Schritte fielen mir leicht, andere sehr schwer. Ich weiß nicht, was es ist, woher es kommt und ob es nur mir so geht, aber ich stelle fest, dass ich mit zunehmendem Alter eine richtig heftige Angst vor der Höhe entwickle. Angst vor Aufstiegen in krassen Höhen, in denen meine Seele den Körper zu verlassen scheint. Und Angst vor Abstiegen auf Geröllfeldern mit dem direkten Abgrund neben meinen Füßen, in denen ich innerlich mein Testament schreibe. Oh, kurz abgedriftet, denn darum sollte es hier eigentlich nicht gehen.

Oben angekommen: Berge, Weite, Himmel – und die (nicht ganz so neue) Erkenntnis, dass Anstrengung und Belohnung oft Hand in Hand gehen.

Mut

Da war meine Stimme, klarer und fester als sonst, weil sie plötzlich Raum bekam. Ein Stimmcoaching, das mehr war als einfach “nur” Technik oder ein Bestandteil meines diesjährigen Visionboards. Es geht um Mut, um Sichtbarkeit, darum, Raum einzunehmen und Glaubenssätze („Ich muss erst dies, das und jenes, um sicht- und hörbar zu sein und ich werde sicher dabei entlarvt, dass ich eh nix drauf habe.“) zu hinterfragen, die man als selbstverständlich hingenommen hat und die einen mehr ausbremsen als dass sie einem etwas nützen.

Ruhe

Da war Weimar. Kopfsteinpflaster und ein herrlich grüner Park. Fenster, hinter denen Katzen wie alte Philosophen sitzen. Eine Stadt, die mich mit Stille gefüttert hat, als wäre sie zum Durchatmen gebaut.

ChatPGT sagt über die Weimarer Seele Folgendes:

Die Weimarer Seele ist ein bisschen Goethe, ein bisschen Bauhaus, ein bisschen Bio und ganz viel Herz. Wer hier lebt, sucht nicht das Lauteste, sondern das Echteste. Und manchmal versteckt sich das in einem Gespräch auf einer Parkbank, in einem verlegten Buchzitat oder in einer Brötchentüte aus Papier.

Und genauso habe ich Weimar erlebt. Es war Urlaub für die Seele in einer wirklicher schönen (Katzen-)Kleinstadt. Und wer unbedingt mal richtig gutes Sauerteigbrot essen möchte, der sollte die Brotklappe besuchen. Himmlisch!

Stolz 

Und da war noch Island. Kalte Luft im Gesicht aka. Gegenwind zwischen Kilometer 10 und 15, müde Beine, die weiter wollten. Menschen, die anfeuern, als wären sie nur für dich da. Und das Meer, das gleichgültig rauscht, während du deine eigene Grenze verschiebst.

Abgerundet wurde das Island-Erlebnis im Anschluss an den Halbmarathon mit einer Hütte mitten im nirgendwo, umgeben von saftig grünen Wiesen. Und das einzige, was sich da verschoben hat, waren die Schafe beim Grasen.

Zwischendrin: Kaffee im Alltag, kleine Kämpfe mit mir selbst, ein paar Knoten im Kopf, die sich lösten, und neue, die sich wieder bildeten.

Aber über allem das Gefühl, in Bewegung zu sein. Nach außen, nach innen. Hauptsache in Bewegung.

Alles fließt. (Heraklit)

Wenn du deine letzten Wochen mit Gefühlen beschreiben würdest: Welche wären das? Und von welchem Gefühl möchtest du dich in den nächsten Wochen tragen lassen?

Memo an mich


Manche Wochen sind wie Kapitel in einem Buch, die man nochmal aufschlagen möchte.

4 Gedanken zu „26/52: Lebensupdate – meine vergangenen Wochen in Gefühlen“

  1. Habe lange nicht hier vorbei geschaut … eben getan und dann direkt von diesem tolle Beitrag völlig verzaubert worden.
    Ganz lieben Dank für deine Gedanken und ich freu sehr auf ein baldiges Wiedersehen in unserem wunderschönen Leipzig… 🙂💚

    PS: der Halbmarathon in Island beeindruckt mich nach wie vor am meisten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen