40/52: Happy Blogday. Was bleibt, wenn Zahlen egal werden.

Vor ziemlich genau einem Jahr saß ich an der Ostsee. Auf dem wunderschönen Darß. Und mit mir diese Idee, die mich seit Jahren schon begleitet hatte und der ich – wenn ich ehrlich bin – lediglich erlaubte, in unzähligen Notizen auf meinem Handy Gestalt annehmen zu dürfen.

Plötzlich war sie nicht mehr nur ein Gedanke.

Und so fing ich an die Website zu bauen. Anfangs mehr schlecht als recht und alles andere als durchdacht bis ins letzte Detail, aber ich setzte sie Stück für Stück zusammen (zig mental breakdowns inklusive, denn von dem ganzen technischem Kram hatte ich zu dem Zeitpunkt keinen blassen Schimmer; hab ich immer noch nicht 😅) und bastelte an meinem ersten Beitrag. 

Was lange nur in meinem Kopf herumlag, bekam endlich einen Ort. Ein Zuhause. Einen Namen. Eine Adresse in diesem Bermudadreieck namens Internet.

Dieser Blog ist ein kleines Manifest meiner Innenwelt. Etwas Unaufgeräumt, ehrlich, manchmal widersprüchlich. Mal leise, mal sehr präsent.

Eben ganz Einmal bitte alles. 

Ich wollte 52 Gedanken veröffentlichen. Einen pro Woche. Ambitioniert. Im Rückblick finde ich es fast schon niedlich, dass ich so fest davon überzeugt war, ich würde jede (!) Woche einen Beitrag veröffentlichen 😉

Geworden sind es knapp 40.

Ob das an meinem Ego kratzt, mich ärgert? Also erstens: Wer oder was mich ärgert, bestimme immer noch ich selbst. (Einer meiner Lieblingssätze aus 50 Sätze, die das Leben leichter machen.) Und zweitens: Eher im Gegenteil. Denn diese 40 Gedanken sind geschrieben worden, weil sie raus wollten. Nicht, weil irgendein Plan es so vorgesehen hat.

Der Blog ist gewachsen. Organisch. Mit Phasen voller Schreiben und Phasen voller Leben.

Ich habe bereits etliche Projekte begonnen und wieder verworfen. Ziele verfolgt, angepasst, losgelassen. Und dabei habe ich gemerkt, dass nicht alles, was sich gut anfühlt, auch messbar sein muss.

52 Gedanken wären eine Zahl gewesen. 40 Gedanken dagegen – das sind Spuren.

Und jetzt?

Nächstes Jahr keine 52 Gedanken. Kein Versprechen und auch kein Vorsatz. Der Blog darf sich weiterentwickeln. Ich will ausprobieren, Rezepte teilen. Vielleicht auch etwas ganz anderes. Ich will Gedanken kürzen oder ausfransen lassen. Dinge tun, ohne jetzt schon wissen zu müssen, wohin sie führen. Ganz nach dem Motto Weniger Konzept, mehr Neugier darf alles kommen, wie es will.

Und hier mal wieder eine Frage zum Mitnehmen für dich: Und wenn es am Ende nicht die Zahl ist, die zählt – was dann?

2 Gedanken zu „40/52: Happy Blogday. Was bleibt, wenn Zahlen egal werden.“

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