37/52: Gleichzeitigkeit

Am Ende eines jeden Jahres versuche ich ein Wort des Jahres zu finden. Eines, das mein Jahr treffend beschreibt und auf den Punkt bringt.

Gleichzeitigkeit. 

Mein Wort für 2025. Ich finde, es klingt noch nicht einmal besonders schön. Dafür fühlt es sich wahrhaftig an.

Ich lerne, dass Dinge nebeneinander existieren dürfen. Ohne sich aufzulösen. Ohne dass eines das andere entwertet.

Es ist okay,…

… traurig zu sein und gleichzeitig froh.

… jemanden zu vermissen und trotzdem zu wissen, dass das Leben ohne ihn leichter geworden ist.

… schmerzhafte Entscheidungen zu treffen, die richtig sind. Nicht erst im Rückblick. Sondern bereits jetzt, mitten drin im Aushalten.

… Angst zu haben. Zweifel. Und trotzdem loszugehen.

Früher dachte ich, ich müsse mich immer für etwas entscheiden.

Für ein Gefühl.

Für eine Wahrheit.

Für eine Version von mir.

Nach diesem Jahr kann ich sagen: Das Leben ist kein Entweder-oder. Es ist ein leises und manchmal oft unbequemes – befreiendes – U n d.

Und vielleicht ist genau das dieses Erwachsensein. Nicht alles verstehen zu müssen. Sondern es halten zu können.

Mein Jahresrückblick in Bildern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen