
Ein Schritt nach dem anderen,
durch den Wald am Ufer
des Stechlin entlang,
hin zu der kleinen Bank.
Ankommen, nichts tun, sein …
Zwei große Seerosenblätter tanzen in
den sanften Uferwellen.
Wie oft erlauben wir uns eine
Auszeit,
einen Augenblick einfachen, stillen
Seins?
Gehen langsam und ohne Ziel,
spüren uns, ohne in Gedanken
verstrickt zu sein,
sitzen, ohne schon einen Plan für das
Aufstehen zu haben?
Wie oft rennen wir durch unser
Leben,
verausgaben unsere Kräfte,
jagen scheinbar wichtigen Zielen
hinterher,
ohne je woanders anzukommen, als
dort, wo wir
schon immer sind – in der
Gegenwart.
Das Herz verlangt es nach nichts
anderem als dem
Wunder einfacher Gegenwart und
darin findet es
alles, was es für ein gelungenes
Leben braucht.
Aus: „Das einfache Leben“ von Ralf Hanke & Leo Tiede.
Diese Zeilen haben mich auf meinem Schweigeretreat letzte Woche sehr berührt und mich wieder einmal vor die Frage gestellt: Was braucht es für ein erfülltes Leben? Über meine Erfahrungen, Gedanken, Erkenntnisse berichte ich gerne – wenn sich alles sortiert hat – in einem nächsten Beitrag.
