
Ein bisschen Zeit ist vergangen seit meinem letzten Beitrag über große und kleine Sorgen. Wer dachte, ich hätte die Zeit dazwischen genutzt und dazu gelernt, würde mir keine Sorgen mehr über vermeintlich kleine Dinge machen oder zumindest einen souveränen Umgang entwickelt haben… Nun ja, falsch gedacht. Wie mein Umzug vor einigen Wochen ausreichend unter Beweis gestellt hat. Anscheinend ist da noch eine Menge Platz für Sorgen.
Willkommen in meinem Kopf! Hier kommt sie: Die Sorgen-Umzugsedition:
- Hoffentlich geht nichts schief?!
- Was ist, wenn das Umzugsunternehmen nicht kommt?
- Was ist, wenn Autos den abgesperrten Parkplatz blockieren?
- Und wenn ich verschlafe (am Umzugstag)?
- Was, wenn ich was vergesse?
- Hoffentlich komme ich rechtzeitig mit dem Rad in der neuen Wohnung an und lasse niemanden warten.
- Was, wenn die Abnahme der Wohnung schiefgeht und ich die Kaution nicht zurück erhalte?
- Was, wenn die Nachmieter abspringen?
- Was, wenn… ach scheiß drauf! Wird schon! – Dieser Gedanke hat sich zwischenzeitlich immer mal eingeschlichen. Bin ich wohl doch etwas bewusster geworden?
Beim Blick darauf, muss ich selbst über mich lachen. Also jetzt, im Nachhinein.
Kisten voll mit Gläsern – Kopf voll mit Gedanken.
Was denkst du: Wie viel von den aufgezählten Befürchtungen ist am Ende wirklich eingetreten? Natürlich: KEINE EINZIGE.
Und meinst du, ich lerne vielleicht zukünftig daraus? Oder ist ein gewisser Anteil an Befürchtungen vielleicht sogar normal? Zeigt ein gewisses Maß an Sorgen, dass einem eine Sache und deren Gelingen besonders wichtig ist? Wo verschwimmt die Grenze zwischen „zu viele Sorgen“ und „naja, das geht schon noch, ist vollkommen normal“?
Viele Fragen und (noch) keine Antworten.
