19/52: Zwischenräume

Ich bin müde vom Erklären.

Worte wie weiche Kissen –

schön, aber sie fangen mich nicht.


Ich falle durch.

Immer wieder.

In die Zwischenräume

zwischen dem Gesagten

und dem Erlebten.


Manchmal klingt „Ich hatte Angst“

wie „Ich wollte es mir einfach machen“.

Und „Du bist mir wichtig“

wie „Ich hoffe, du schluckst es einfach“.


Aber mein Bauch

lügt nicht mehr mit.

Er spricht lauter

als jede Nachricht.

Jedes Wort.


Ich sammele mich in kleinen Dingen.

In klaren Sätzen.

In unbeantworteten Nachrichten.

In der Stille nach dem Lesen.


Vielleicht ist das der Anfang von etwas Echtem.

Nicht was gesagt wird.

Sondern was ich nicht mehr glaube.

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